Neurodermitis – Haut- oder Darmkrankheit

Neurodermitis – Haut- oder Darmkrankheit

Es sind die trockenen gereizten roten Hautstellen, die jucken und immer wiederkehren – Neurodermitis. Warum es immer wieder zu Neurodermitisschüben kommt und was du dagegen tun kannst liest du hier!

Was ist Neurodermitis?

Neurodermitis ist eine oft chronisch verlaufende entzündliche Erkrankung der Haut. Dabei kommt es zu trockenen Hautstellen, die entzündet sein können und stark jucken. Durch das Kratzen wird der Verlauf des Ekzems verschlimmert und verlängert. Oft tritt Neurodermitis im Babyalter das erste Mal auf. Bei vielen Kindern verschwinden die Beschwerden mit der Zeit, es kann aber auch Erwachsene betreffen.

Was sind Ursachen für Neurodermitis?

Darüber streiten Wissenschaftler noch immer. Diskutiert werden genetische oder psychische Ursachen, aber auch das Hygieneverhalten der westlichen Welt. Oft tritt eine Neurodermitis zusammen mit Allergien auf. Bewiesen ist jedoch, dass es, ähnlich einer Allergie, zu einer Überreaktion der Haut auf bestimmte harmlose Trigger kommt.

Wie kommt es zu einem Neurodermitisschub?

Trigger für einen erneuten Neurodermitisschub können dabei unterschiedlich sein. Beispiele dafür sind die Ernährung, bestimmte Stoffe der Kleidung, Erkältungen, wenn das Immunsystem geschwächt ist, schwüle Temperaturen oder auch extreme Kälte, weiters auch Seifen oder Pflegeprodukte. Ein häufiger Trigger ist auch die Psyche die nicht im Gleichgewicht ist, wie zum Beispiel bei Stress. Wenn du von Neurodermitis betroffen bist, rate ich dir ein Tagebuch zu führen worin du notierst, wann es unter welchen Umständen zu einem erneuten Ausbruch kommt. So kannst du deine persönlichen Trigger identifizieren und in der Zukunft vermeiden.

Was hat der Darm damit zu tun?

Durch einige der oben genannten Trigger kann es zu einer Dysbiose im Darm kommen. Eine Dysbiose ist ein Ungleichgewicht der guten und schlechten Bakterien in deinem Darm. Durch dieses Ungleichgewicht ist die Immunabwehr, für die dein Darm hauptsächlich verantwortlich ist, gestört. So können Überreaktionen der Haut und somit ein Neurodermitisschub ausgelöst werden.

Warum sind vor allem Babys und Kleinkinder von Neurodermitis betroffen?

Bei Babys und Kleinkindern ist der Darm noch nicht vollständig ausgebildet und somit ist das Immunsystem auch noch nicht vollständig funktionsfähig. Vor allem Babys leiden noch unter einem “Leaky Gut”, sodass der Darm durchlässig für größere Moleküle ist. Diese werden vom Immunsystem als fremd anerkannt und können somit zu überschießenden Reaktionen wie zum Beispiel Allergien oder Neurodermitis führen.

Was tun bei Neurodermitis?

Für Neurodermitisgeplagte ist die richtige und konsequente Hautpflege das A und O. Weiters wichtig ist auch, dass man seine persönlichen Trigger kennt und diese soweit als möglich vermeidet. Die Ernährung spielt auch eine große Rolle, ein paar Rezepte findet ihr weiter unten. Um eine mögliche Ursache am Schopf zu packen ist es wichtig einen Blick auf sein Mikrobiom zu machen. Leidet man an einer Dysbiose oder an einem Leaky Gut kann man mit der Einnahme von Probiotika gezielt den Darm stärken.

Wie ist das Mikrobiom bei Neurodermitis verändert?

In Studien konnte nachgewiesen werden, das Neurodermitiker an einer Dysbiose leiden. Dabei sind die kurzkettigen Fettsäuren Butyrat und Acetat vermindert und Glucose, Galactose, Lactose und Lactat im Stuhl erhöht. Butyrat und Acetat werden von den Bakterien in deinem Darm aus vor allem ballaststoffreichen Nahrungsmitteln produziert. Diese interagieren mit Darm und Immunzellen. Durch die Stimulierung der Darmzellen kann es zu entzündlichen Darmkrankheiten wie Colitis Ulcerosa kommen, durch die Stimulierung der Immunzellen werden allergische Reaktionen und auch Neurodermitis begünstigt. Weiters verbessert Acetat die Barrierefunktion des Darms.

Wie kann man die Produktion von Acetat und Butyrat im Darm fördern?

Die richtige Ernährung, vor allem eine Ernährungsweise die die guten Darmbakterien fördert, ist von Vorteil. Dabei sind Vollkornprodukte und Ballaststoffe sehr hilfreich und oft auch einfach in den Speiseplan zu integrieren.

Woher weiß man ob man an einer Dysbiose leidet?

Durch moderne Stuhlanalysen kann heutzutage jeder von zuhause aus sein Mikrobiom testen lassen. Über diesen Link (klick hier!) könnt ihr das Stuhlanalysekit bestellen und euch über 10% Rabatt freuen. Gebt einfach den Gutschein-Code MIOM10 ein. Jedoch gibt es viele Parameter die es dabei zu beachten gibt, daher ist ein Basicwissen übers Mikrobiom natürlich von Vorteil, um es richtig zu interpretieren. Bei dieser Stuhlanalyse von myBioma bekommt ihr eine aufschlussreiche Übersicht mit vielen Erklärungen und Tipps individuell für euer Mikrobiom.  Mit der richtigen Ernährung und probiotischen Nahrungsmittel kann man die Produktion von Butyrat und Acetat fördern. Weiters biete ich im Rahmen von Beratungen auch speziellere Analysen, je nach Beschwerde an.

Wenn ihr weitere Fragen zu diesem Thema habt, meldet euch gerne bei mir!

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