Vitamin D₃ – das Sonnenvitamin

Vitamin D₃ – das Sonnenvitamin

Eigentlich ist das Vitamin D3 ein Hormon, es wurde jedoch in den 60-ern falsch zu den Vitaminen zugeordnet. Gerade weil es kein Vitamin im eigentlichen Sinne ist, ist es von großer Bedeutung für viele Funktionen in unserem Körper.

Was ist Vitamin D?

Wenn man von Vitamin D spricht, meint man meist das Calciferol als Sammelbegriff für die verschiedenen Arten von Vitamin D. Je nachdem wo man das Vitamin D sucht, findet man unterschiedliche Arten davon. Man unterscheidet:

  • Vitamin D3 – Cholecalciferol
  • Vitamin D2 – Ergocalciferol
  • 25-OH-Vitamin D3 – Calcidiol
  • 1,25-(OH)2 – Vitamin D3 – Calcitriol

Das Calcitriol ist das wichtigste der Vitamin D Formen.

Wofür ist Vitamin D3 in unserem Körper verantwortlich?

Vitamin-D3-Rezeptoren

In zahlreichen Geweben finden wir Vitamin D Rezeptoren. Dort bindet das Vitamin D und löst eine Reaktion aus. Diese Reaktionen können vielfältig sein. Diese Rezeptoren findet man in:

  • Knochen
  • Pankreas
  • Herz
  • Skelettmuskel
  • Ovar und Prostatazellen
  • Zellen des Immunsystems
  • Nieren
  • Gehirn
  • Dickdarm
  • Haut

Überall wo diese Vitamin D Rezeptoren vorhanden sind, kann Vitamin D eine spezifische Funktion auslösen. Vieles ist heutzutage schon erforscht, aber sicher noch einiges noch nicht. Hier liest du eine Zusammenfassung über die wichtigsten Aufgaben.

Knochenstoffwechsel

Das hat sicher schon jeder von euch gehört – Vitamin D ist wichtig für die Knochen. Sogar Babys bekommen Vitamin D von Geburt an verschrieben, da es wichtig für die Knochenentwicklung ist. Bei Kindern die einen Vitamin D Mangel aufweisen, kann es zu O – Beinen, der sog. Rachitis, kommen.

Für den Knochenstoffwechsel ist eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D besonders wichtig. Vitamin D ist für viele Vorgänge während des Knochenstoffwechsels verantwortlich:

  • Calcium Aufnahme aus dem Darm und den Nieren
  • Regulation von Parathormon und Calcitonin
    • Das Parathormon ist ein Nebenschilddrüsenhormon, welches für die Einstellung der richtigen Calciumkonzentration im Blutplasma verantwortlich ist
    • Das Calcitonin ist ein Schilddrüsenhormon und ist der Gegenspieler des Parathormons, es ist somit auch für die Calciumkonzentration im Blutplasma verantwortlich
  • Anregung der Knochenzellen
  • Härte der Knochenzellen

Immunsystem

Vitamin D steigert nachweislich die Phagozytoseaktivität. Phagozytose kann man wie die Müllabfuhr in unserem Körper vorstellen. Alles was unser Körper als unbrauchbar erkennt, wird zunächst mal mit der Müllabfuhr abgeholt – phagozytiert. Danach wird es wie auch beim Müll abgebaut, so spricht man dann von Apoptose. Weiters werden Immunzellen aktiviert und Entzündungsprozesse reguliert.

Bei Erkrankungen die das Immunsystem einschließen, wie Autoimmunerkrankungen, Allergien, Rheuma, Morbus Crohn, Diabetes mellitus, Asthma bronchiale,… sollte unbedingt auch der Vitamin D3 Spiegel gemessen werden. Das Immunsystem braucht, um einwandfrei zu funktionieren, genug an Vitamin D3!

Skelletmuskulatur

Vitamin D ist in der Skelletmuskulatur für die Übertragung der Reize von Nerven auf den Muskel mitverantwortlich und weiters lässt es die Muskeln und die Muskelkraft wachsen.

Vor allem bei älteren Personen ist eine Versorgung mit Vitamin D wichtig weil es durch die Stärkung der Muskeln zu verringertem Sturzrisiko kommt.

Herz

Das Herz ist auch ein Muskel und so stärkt Vitamin D nicht nur die Skelettmuskulatur sondern auch den Herzmuskel. Dabei kommt es zu einer Erhöhung der Herzleistung und Senkung des Blutdrucks.

Bauchspeicheldrüse

In der Bauchspeicheldrüse wird das Insulin hergestellt. Fehlt Vitamin D so wird weniger Insulin in der Bauchspeicheldrüse hergestellt. So kann es zu Diabetes mellitus kommen.

Wieviel Vitamin D3 sollte man einnehmen?

Zunächst kommt das mal ganz auf den persönlichen Vitamin D3 Spiegel drauf an – den zuviel Vitamin D3 ist auch nicht gut. Hier kannst du deinen Vitamin D3 Spiegel selbst messen oder einen Termin bei mir ausmachen.

“Die Dosis macht das Gift”

Paracelsus

Nachdem Vitamin D3 immer in Einheiten angegeben ist, findest du hier eine Umrechnungstabelle:

1 I.E. Vitamin D3 = 0,025µg Vitamin D3

Ideal ist ein Vitamin – D – Status von 40-60 ng/ml

Wer sollte seinen Vitamin D Spiegel testen?

Risikogruppen:

  • ältere Personen
  • Bettlägrige Personen
  • Kleinkinder
  • Personen mit Körperverhüllung
  • Personen die ohne Sonnenschutz nicht vor die Haustür gehen ) ab Lichtschutzfaktor 8!! kann unser Körper so gut wie kein Vitamin D3 mehr produzieren, denn er braucht das Sonnenlicht für die Vitamin D3 Produktion.
  • Personen mit Erkrankungen wie:
    • Diabetes mellitus Typ 1 und 2
    • Rheuma
    • Asthma bronchiale
    • Arthrose
    • Herzinsuffizienz, Bluthochdruck
    • Hypoparathyreoidismus
    • Lebererkrankungen
    • Nierenerkrankungen
    • Xeroderma pigmentosum, Lupus erythematoides

Welche Wechselwirkungen gibt es mit anderen Medikamenten?

Mit folgenden Medikamenten kann es zu Wechselwirkungen kommen:

  • Protonenpumpenhemmer (zB. mit dem Wirkstoff: Pantoprazol, Omeprazol,…)
  • Antazida (zB. mit dem Wirkstoff Magnesiumhydroxid)
  • Zytostatika
  • Glucocorticoide (zB. typische “Cortisone” wie Prednisolon oder Betamethason)

Durch eine Enzymaktivierung kann es bei gleichzeitiger Einnahme von Vitamin D und folgenden Medikamenten zu einem raschen Abbau von Vitamin D kommen:

  • Antiepileptika wie Carbamazepin, Valproinsäure,…
  • Isoniazid
  • Rifampicin

Wie merke ich einen Vitamin D Mangel?

Vitamin D Mangel bleibt oft unbemerkt. Schätzungsweise leiden mehr als 1/3 aller Österreicher unter Vitamin D Mangel. Wahrscheinlich liegt es daran das es nicht ein konkretes Symptom dafür gibt, sondern viele unspezifische Symptome.

Die wohl bekannteste Vitamin D Mangelerkrankung ist die sog. Rachitis bei Kindern oder auch Osteomalzie bei Erwachsenen. Dabei kommt es zur Deformierungen des knöchernen Skelettes wobei es zu O-Beinen oder Trichterbrust kommen kann.

  • erhöhte Infektanfälligkeit
  • Depressionen
  • Müdigkeit, Antriebslosigkeit, Schwäche
  • Schlafprobleme
  • “Verkalkung” (Calcifizierung der Gefäße)
  • erhöhtes Frakturrisiko
  • Muskelschwäche
  • erhöhte Reizbarkeit

Wie nimmt man Vitamin D ein?

Während einer Mahlzeit mit ausreichend Flüssigkeit. Vitamin D ist fettlöslich und daher wird es während einer Mahlzeit eingenommen, besser aufgenommen.

Wo kann man seinen Vitamin D Status testen lassen!

Ab sofort kann man seinen Status auch bequem über zu Hause testen. Dafür gibt es das Testkit von Cerascreen (klicke hier) welches du dir einfach zuschicken lassen kannst. Du kannst dich auch gerne bei mir melden

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