Wie funktioniert das Mikrobiom?

Wie funktioniert das Mikrobiom?

Wie sollte ein “gesundes” Mikrobiom zusammengesetzt sein? Was sind gute und was sind schlechte Darmbakterien? Basics zum Mikrobiom liest du hier!

Was ist das Mikrobiom?

Mikrobiom definiert die Gesamtheit der Mikroorganismen in und auf dir. Dabei unterscheidet man unterschiedliche Mikrobiome. Es gibt:

  • Darmmikrobiom
  • Hautmikrobiom
  • Nasen- und Rachenmikrobiom
  • Vaginales Mikrobiom

Wie unterscheidet sich die Mikrobiome?

Im Darm, Haut, Nase, Rachen oder der Vagina findet man unterschiedliche Mikrobiome, somit auch unterschiedliche Bakterien. Ist auch klar, denn die oben genannten “Organe” haben unterschiedliche Funktionen.

Welche guten Bakterienfamilien findet man im Darmmikrobiom?

  • Lactobacillen: Diese gehören zu den Milchsäure produzierenden Bakterien im Darm und bieten Schutz vor schädlichen oder krankmachenden Bakterien.
  • Bifidobakterien: Diese produzieren ebenfalls Milchsäure und schützen so vor schädlichen und krankmachenden Bakterien. Besonders wichtig sind sie für Säuglinge, die Darmflora der Babys besteht auch noch hauptsächlich daraus. Durch sie wird das Darmimmunsystem aufgebaut, wodurch Bifidobakterien in den ersten Lebensjahren wichtig sind damit Babys nicht zu oft erkranken. Weiters sind sie wichtig für die Vitamin- und Enzymproduktion.

Was sind die 3 Darmtypen?

Die Darmflora lässt sich in 3 sogenannte Enterotypen einteilen. Je nach Enterotyp hast du unterschiedlich viele Bakterien eines Stammes. Diese “Darmtypen” sind unabhängig vom Geschlecht, Nation und Alter. Die 3 Enterotypen unterscheiden darin, wie effektiv sie Nahrung verwerten können und auch welche Vitamine sie gut produzieren können. Man unterteilt sie in:

  • Bacteroides – Enterotyp I
  • Prevotella – Enterotyp II
  • Ruminococcus – Enterotyp III

Bacteroides können Kohlenhydrate und Eiweiße sehr gut aufspalten. Sie spalten wirklich alles bis ins Kleinste auf, damit jede einzelne Kalorie aus deiner Nahrung für deinen Körper zur Verfügung steht. Interessanterweise zeigen Studien das Menschen mit Enterotyp I oder II seltener an Übergewicht leiden, was einen Zusammenhang zwischen Darmmikrobiom und Körpergewicht beweist.

Prevotella können sehr gut Kohlenhydrate abbauen, jedoch nicht so gut wie Bacteroides. Interessant ist, dass dieser Enterotyp vor allem bei Vegetariern vorkommt.

Ruminococcus, also der Enterotyp III ist der am häufigsten vorkommende Typ. Dieser spaltet alle Nahrstoffe mäßig. Ruminococcus gehört zur Familie der Firmicutes. In Studien konnte nachgewiesen werden, dass Menschen mit den Enterotyp III häufiger an Übergewicht leiden.

Der Enterotyp deines Mikrobioms wird nach heutigem Wissenstand in den ersten 3 Lebensjahren definiert. Danach ist es so gut wie unmöglich den Enterotypen zu wechseln, man kann nur Bakterien eines anderen Enterotyps mit der Ernährung fördern oder Probiotika (klick hier) einnehmen.

Was sind schlechte Darmbakterien und wie wirkt sich ein Ungleichgewicht zwischen guten und schlechten Darmbakterien aus?

Die wohl bekanntesten “bösen” Darmbakterien sind Clostridium difficile oder auch Kolibakterien. Vor allem Kolibakterien produzieren viele toxische Substanzen die sehr übel riechen können. Daher gilt umso geruchloser Stuhl, Schweiß und Urin sind umso besser.

Clostridium difficile ist der häufigste Grund für Antibiotika-assoziierte Durchfallerkrankungen. Es produziert auch Endotoxine unter anderen Enterotoxin A und Zytotoxin B. Diese zerstören die Zellen des Darms. Nachdem sich Clostridium difficile auch an die Darmwand anheften kann, ist es schwer sie wieder loszuwerden.

Willst du wissen welcher Darmtyp du bist und ob schlechte Darmbakterien in deinem Darm leben?

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